Kabinenreport 01 | Saison 2017/18

Ich habe vor ein paar Tagen zufällig ein Video auf Facebook gesehen, dass zurück geblickt hat, auf das Eröffnungsspiel 2010 auf Schalke gegen die USA. 

Das hat mich direkt auf die Idee gebracht, ein paar lustige Anekdoten von der WM zu berichten. Es ist zwar schon sieben (!!!!!!!) Jahre her, aber es fühlt sich bei weitem nicht so an. Das war schon was ganz Besonderes. 

Busfahrer in der Hauptrolle

Wir sind damals bereits am Vortag von Köln nach Gelsenkirchen gefahren. Dieter Züll, unser Busfahrer, war aufgeregter als das komplette Team. Er war so begeistert, dass er direkt beim Losfahren zum Mikrofon gegriffen hat und anfing zu erzählen. Zu aller erst hat er uns auf die Sicherheit im Bus hingewiesen. Anschnallen, Notausgänge, etc. Dann berichtete er uns über die Lautsprecher wie stolz er ist, dass ausgerechnet er uns fahren darf und dann ging es weiter über die Anzahl der Sitzplätze im Bus, die Motorisierung, Höhe, usw. Ich glaube die einzige Information die uns verwehrt geblieben ist, war wo sich der Tankdeckel befindet. Dieter hat wirklich sehr lange und ausgiebige berichtet. Anfangs fanden wir es lustig, dann wollten wir aber auch, dass er irgendwann zum Ende kommt.

Das schien aber lange nicht in Sicht zu sein. Schließlich war es dann Sven Felski, der von ganz hinten die Sicherheitsvorkehrungen ignorierend nach vorne gelaufen kam, um Dieter das Mikrofon aus der Hand zu nehmen. Der Applaus im Team war dem Bürgermeister damit sicher. Dieter ist weiterhin der Busfahrer und die gute Seele des DEB Teams. Ich wünsche weiterhin gute Fahrt!

Generalprobe auf Schalke

Das erste Eistraining am Tag vor dem Spiel verlief etwas holprig. Die Qualität des Eises war noch nicht so, wie wir uns das alle gewünscht hätten. Genauer gesagt waren sehr viele Löcher drin. Diese waren so groß und tief, dass man sie umfahren musste. An jedes Loch wurde ein Handschuh als Kennzeichnung gelegt, damit nichts schlimmeres passiert. Da wir Spieler unsere dringender brauchten, haben die Trainer ihre auf die entsprechenden Stellen abgelegt. Als Uwe Krupp, Ernst Höfner, Harold Kreis und Rupert Meister keine Handschuhe mehr anhatten, aber immer noch nicht alle Löcher gekennzeichnet waren, haben wir das Training abgebrochen. Diese Einheit war damals mehr ein Hindernislaufen. Zum Spiel am nächsten Tag war dann alles „repariert“ und dem Sieg gegen die USA die Bühne bereitet.

Dem Brokkoli sei Dank!

Nach dem Auftaktspiel haben wir dann Quartier in Köln bezogen. In den 12-14 Tagen war alles wirklich gut organisiert. Die Zimmer waren super, der Weg zur Arena in fünf Minuten zu Fuß erreichbar und die Stimmung Top. Nur im Speisesaal war es etwas eintönig. Täglich gab es Hühnchen, Nudeln, Reis und BROKKOLI. Es hat nicht lange gedauert und der Essensraum wurde in Brokkoli-Zimmer umgetauft. Es wurde zum Running Gag. Das Brokkoli-Zimmer war aber nicht nur Treffpunkt zum täglichen Essen, dort fanden wir immer den Ablaufplan für den nächsten Tag, die Meetings fanden auch dort statt und außerdem war das Zimmer Treffpunkt bevor wir rüber zur Arena liefen!

Wer weiß, ob wir dem Brokkoli danken sollten, denn immerhin sind wir ins Halbfinale gekommen! 😋 👍🏻

Lieber Gruss,
Ulle 

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